Ideenwettbewerb Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit

25.11.2015  | FAH  | LAGuS - Förderangelegenheiten

Für die Erreichung der Ziele, die Mecklenburg-Vorpommern mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bereits seit 2007 verfolgt, ist die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt eine bedeutende Voraussetzung. Neben der spezifischen Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt sowie der Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben stellt die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Querschnittsziel über alle Förderbereiche dar.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern misst dem Gleichstellungsaspekt eine hohe Bedeutung bei. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern versteht die Gleichstellung von Männern und Frauen nicht nur als Beitrag zur Erweiterung individueller Lebenschancen, sondern auch als Wirtschafts- und Standortfaktor.

Eine gute Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben zu ermöglichen, hat ressort-übergreifende Priorität in Mecklenburg-Vorpommern und wird als ein gemeinsames Ziel insbesondere aus arbeits-, sozial-, wirtschafts- und gleichstellungspolitischer Sicht verstanden.

Aufbauend auf den Erfahrungen umgesetzter Projekte, die in der Förderperiode 2007-2013 gefördert wurden, sollten die gesellschaftlichen Akteure in Mecklenburg-Vorpommern bei der Aufgabe, die Gleichstellung der Geschlechter im Erwerbsleben umzusetzen, weiter unterstützt und die begonnenen Prozesse weiterentwickelt werden. Diese Arbeit übernahm das Landeszentrum für Gleichstellung und Vereinbarkeit in einer Modellphase 2014/2015.

Die Evaluation zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern aus den spezifischen Zielen A.3 und C.3 des Operationellen Programms für den ESF in Mecklenburg-Vorpommern (OP) in den Jahren 2007 bis 2013 bewertete die Förderstrategie des Landes, welche auf eine Sensibilisierung von Akteuren und eine Veränderung von Strukturen abzielt, insgesamt positiv. Ebenso konnte darin festgestellt werden, dass in der spezifischen Gleichstellungsförderung eine Reihe von neuen Ansätzen und Entwicklungen angestoßen wurden, die zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben und/oder zur Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt beitragen.

Auch im aktuellen Operationellen Programm ESF Mecklenburg-Vorpommern 2014 – 2020 ist zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt eine Doppelstrategie festgelegt. Hiernach soll zum einen ein konsequentes Gender Mainstreaming erfolgen, so dass die Gleichstellung von Frauen und Männern bei der Programmerarbeitung und bei der Umsetzung in allen Schwerpunktbereichen kontinuierlich berücksichtigt wird. Zum anderen wurden spezifische Ziele zur Förderung der Gleichstellung beschlossen, die dazu beitragen sollen, die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt abzubauen und die Potenziale beider Geschlechter stärker für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der Entwicklung des Landes zu nutzen.

Die Anforderungen des neuen Operationellen Programms für den ESF Mecklenburg-Vorpommern 2014 – 2020 mit neuen Schwerpunkten und Zielsetzungen erfordern eine Modifizierung der konzeptionellen und inhaltlichen Arbeit des Landeszentrums. Die Trägerschaft soll durch einen Ideenwettbewerb ermittelt werden.