So geht leise! Girls’Day zum Thema Lärm

20.04.2016  | GES  | LAGuS - Gesundheit

Lärm kann die Gesundheit gefährden. Doch was ist Lärm? Woher kommt er und wo sind wir ihm ausgesetzt? Allzu oft setzen wir unser Gehör gefährlichen Belastungen aus, manchmal ohne es zu wissen. Darauf macht jedes Jahr im April der „International Noise Awareness Day“ aufmerksam, in Deutschland seit 1998. In diesem Jahr fällt der 19. „Tag gegen Lärm“ auf den 27. April und hat das Motto „So geht leise!“. Ein jährlich wiederkehrendes Ritual an diesem Tag ist die Idee, dass immer um 14.15 Uhr für 15 Sekunden Ruhe herrschen soll.

Darüber hinaus werden am Tag selbst und um den „Tag gegen Lärm“ herum Veranstaltungen organisiert, die sich mit Lärm und seinen Auswirkungen auseinandersetzen. Dies sind vor allem Aktionen, die die Bevölkerung für das Thema Lärm sensibilisieren und auf die gesundheitlichen Gefahren von Lärm aufmerksam machen sollen. Zentraler Aspekt der Veranstaltungen ist auch die Verbesserung der Lebenssituation von Betroffenen.

So bietet das LAGuS (Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern) zum Thema Lärm in diesem Jahr im Rahmen des „Girls’Day“ am 28. April zwei Mädchen die Möglichkeit, das Tätigkeitsfeld „Lärmhygiene“ im LAGuS näher kennenzulernen. Es handelt sich hierbei um einen Fachbereich im Dezernat Umwelthygiene/Umweltmedizin. Hier sind in der Regel Physiker oder Ingenieure zu finden, die sich mit der Akustik an der Schnittstelle zur Umweltmedizin befassen.

Diese Berufsfelder werden jedoch selten von Frauen gewählt und sind deshalb prädestiniert für den „Girls’Day“, an dem Mädchen in Berufe hineinschnuppern können, die sie sonst kaum für ihre Berufswahl in Betracht gezogen hätten. In den Jahren 2014 und 2015 hatte das LAGuS Mädchen die Chance gegeben, den Bereich Arbeitsschutz kennenzulernen.

Wie jedes Jahr zum „Tag gegen Lärm“ kann jeder eine Aktion organisieren und diese auf der Internetseite www.tag-gegen-laerm.de anmelden. Hier können auch alle bereits geplanten Veranstaltungen in Deutschland mit einer Kurzbeschreibung und den Kontaktdaten eingesehen werden. Neben Lärmspaziergängen und Vortragsveranstaltungen geht es auch um den Schutz des Gehörs. Deshalb werden vielerorts kostenlose Hörtests angeboten.