Badegewässer in MV sind top

17.09.2016  | GES  | LAGuS - Gesundheit

Das Ende der Badesaison an der Ostseeküste und den in den Binnenseen naht. Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte sowie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) haben die Überwachung der Qualität des Badewassers in der Ostsee und den Binnengewässern eingestellt. Zeit für eine erste Bilanz:

Das LAGuS hat von Mai bis September 2016 insgesamt 2.604 Proben in seinen Laboren analysiert. An 493 Badestellen haben die Fachleute aus den Gesundheitsämtern Wasserproben entnommen. Und trotz des oft heißen Wetters musste nirgends ein Badeverbot wegen erhöhter mikrobiologischer Belastung ausgesprochen werden.

In acht Proben wurden Höchstwerte für Indikatorkeime überschritten. Zu jeder dieser Überschreitungen wurde eine Nachprobe entnommen. Alle Nachproben waren unauffällig, enthielten also normale Werte. Auch Cyanobakterien (Blaualgen) und Zerkarien trübten den Badespaß nur in ganz wenigen Fällen.

Vibrionen wurden an allen sieben ausgewählten Badestellen der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns im Wasser nachgewiesen. Das ergab die Analyse von insgesamt 39 Proben. Die Gesundheitsbehörden registrierten in diesem Sommer zwei bestätigte Vibrionen-Infektionen, die in Zusammenhang mit Ostseewasserkontakt standen. Darunter waren keine Todesfälle.

„Mecklenburg-Vorpommern ist das Urlaubsland in Deutschland. Die hervorragende Qualität des Badewassers in Ostsee und Binnenseen zieht jedes Jahr tausende Touristen an“, sagte Sozialministerin Birgit Hesse am Dienstag. „Mein Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LAGuS, die mit ihrer Arbeit dafür sorgen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern ungetrübten Badespaß genießen können.

Um alle Einheimischen und Touristen in Mecklenburg-Vorpommern über Risiken beim Baden zu informieren, hatte das LAGuS bereits im Sommer 2015 die Faltblätter „Baden im Meer“ und „Baden in Seen und Flüssen“ herausgegeben. Beide Flyer sind aufgrund des großen Interesses nachgedruckt worden.

Derzeit läuft die detaillierte Auswertung der Laborergebnisse. Die Einstufung der Badegewässer nach EU-Richtlinie wird zum Beginn der Saison 2017 vorliegen. Ersten Prognosen zufolge werden etwa 98 Prozent der Badegewässer die Einstufung „ausgezeichnet“ oder „gut“ erhalten.