Vorsicht beim Auspusten von Ostereiern

26.03.2021  | LAGuS  | LAGuS

Beim traditionellen Auspusten von Ostereiern sollten einige Hygieneregeln beachtet werden. Auf den Eiern können Salmonellen und andere Keime vorkommen und insbesondere Kinder können sich damit infizieren. Neben rohem Geflügelfleisch sind rohe Eier eine der Hauptquellen für Salmonellen. Die Keime sind zumeist auf der Schale der Eier zu finden, seltener auch im Eigelb.

Kinder sollten nach Möglichkeit überhaupt nicht mit rohem Ei in Kontakt kommen. Vor allem sollten sie keine Eier mit dem Mund auspusten.

Auf den vorösterlichen Brauch muss trotzdem niemand verzichten. Mit einem dünnen Strohhalm zum Beispiel lassen sich die Eier ebenso gut ausblasen und spülen. Wer außerdem folgende Tipps beachtet, schließt eine durch Salmonellen hervorgerufene Magen-Darm-Infektion ziemlich sicher aus:

  • Nur saubere, frische Eier ausblasen und bemalen.
  • Eier vorsichtig anbohren und die verwendeten Werkzeuge gründlich reinigen.
  • Die ausgeblasenen Eier vor dem Bemalen außen und innen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel gründlich reinigen und mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen.
  • Verspritztes Eiweiß und Eigelb mit Küchenpapier entfernen und Arbeitsflächen gründlich reinigen.
  • Hände nach dem Auspusten und Verzieren von rohen Eiern gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen und gut abtrocknen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann hart gekochte Eier oder solche aus Holz, Styropor oder Kunststoff bemalen.

Hart gekochte Eier sind besonders beliebt und im Hinblick auf Salmonellen auch sicher. Die Keime überleben Temperaturen, die beim Kochen erreicht werden, nicht. Doch unbegrenzt haltbar sind auch hart gekochte Eier nicht. Die Schale sollte nicht beschädigt sein und die Eier müssen kühl, trocken und sauber aufbewahrt werden.

Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern gemeldeten Salmonellen-Infektionen schwankt von Jahr zu Jahr, ist insgesamt aber rückläufig. Im Vorjahr wurden 216 Infektionen an das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) gemeldet, 2019 waren es 394 und vor zehn Jahren, also 2011 waren es 839. In diesem Jahr wurden bislang 32 Infektionen gemeldet, im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 46 Infektionen.

Die Eindämmung der salmonellendurchseuchten Geflügelbestände sowie das Hygieneverhalten der Menschen bezüglich des Konsums roher Hühnereier haben sich als entscheidende Schritte bei der Vermeidung der Salmonellosen bewährt.

Die Salmonellose ist eine klassische Lebensmittelinfektion. In Deutschland wird sie vor allem über nicht ausreichend erhitzte Eier bzw. eihaltige Speisen und Zubereitungen übertragen, insbesondere, wenn diese Rohei enthalten. Des Weiteren werden Salmonellen häufig über rohes Fleisch bzw. nicht oder nicht ausreichend erhitzte Fleischerzeugnisse übertragen.