Sozialministerin Drese stellt LAGuS-Jahresbericht vor

22.06.2021  | LAGuS  | LAGuS

Sozialministerin Stefanie Drese hat heute in Schwerin den Jahresbericht 2020 des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) vorgestellt, gemeinsam mit Dr. Heiko Will., Erster Direktor des LAGuS.

„Unsere Fachbehörde hat einen großen Beitrag dazu geleistet, die Folgen der Coronavirus-Pandemie für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land zu meistern und die Not zu lindern. Das reicht von A wie „Aktueller Lagebericht“ über Q wie „Quarantäne-Entschädigung bis Z wie „Zweitimpfung““, sagte Drese.

„Für die Landesregierung war und ist es von großer Bedeutung, in der Krise auf die Expertise, das Engagement und die Erfahrung des LAGuS vertrauen zu können. Die sehr gute Arbeit des LAGuS zeigt sich auf vielen Gebieten in den Bereichen Gesundheit und Arbeitsschutz ebenso wie im sozialen Bereich“, verdeutlichte die Ministerin.

Gut 20 Millionen Euro wurden im LAGuS allein aus dem MV-Sozialfonds an Vereine, gemeinnützige Organisationen, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen für Familien, Beratungsstellen und soziale Einrichtungen der Daseinsvorsorge, deren Bestand durch die Auswirkungen der Corona-Krise gefährdet waren, ausgereicht.

Stefanie Drese und Dr. Heiko Will machten anhand von Leistungsdaten und konkreten Beispielen aus den Abteilungen des LAGuS die Vielfalt und Komplexität der Aufgaben der Behörde deutlich, die in der Pandemie noch einmal deutlich gewachsen sind.

So wurden 2020 von 509 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fast 830 Millionen Euro für soziale und gesundheitliche Belange umgesetzt, 220 Millionen Euro und damit über 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

Einige Fakten und Zahlen zu den Aufgaben des LAGuS im Rahmen der Pandemie:

  • Im Rahmen des Sozialfonds innerhalb des MV-Schutzfonds hat das LAGuS etwa 2.500 Anträge geprüft. 20 Millionen Euro sind bewilligt worden.
  • Fast 6.200 Anträge zur Entschädigung nach § 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (Quarantäne-Entschädigung) wurden an das LAGuS gestellt sowie 2.455 Anträge nach § 56 Abs. 1a IfSG (Eltern-Entschädigung).
  • Am 03.03.2020 hat das LAGuS die erste Coronavirus-Infektion in MV an das Robert Koch-Institut gemeldet. Dies war eine von 12.171 Coronavirus-Infektionen, die bis zum 31.12.2020 ans RKI gemeldet wurden.
  • Seit dem 01.04.2020 informiert das LAGuS täglich in einem öffentlich zugänglichen Lagebericht über wichtige Eckdaten zur Pandemie in MV. Daneben gibt es weitere Berichte, z.B. über die Situation in Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen.
  •  Etwa 17.000 Abstriche (PCR-Analysen) wurden in den Laboren des LAGuS hinsichtlich einer Coronavirus-Infektion untersucht.
  • 815 Firmen wurden mit Blick auf die besonderen Arbeitsschutzvorschriften in der Pandemie kontaktiert, 358 davon vor Ort aufgesucht.

„Natürlich haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LAGuS aber auch über die Bewältigung der Corona-Pandemie hinaus viele weitere Aufgaben erfüllt“, verdeutlichte Drese.

Einige Eckdaten aus den „Alltagsaufgaben“ des LAGuS für das Jahr 2020:

  • Es gab etwa 48.300 Feststellungen/ Bescheide zum Schwerbehindertenrecht.
  • In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 23 Inklusionsbetriebe, in denen 152 Menschen einen Job haben, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung sonst keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt hätten. Alle Inklusionsbetriebe werden vom LAGuS gefördert.
  • 15.810 Anträge auf Elterngeld sind abschließend bearbeitet worden.
  • Etwa 6.500 Projekte in mehr als 175 verschiedenen Förder- und Leistungsbereichen sind durch das LAGuS begleitet worden (2019: 4.500).
  • Außer den Coronavirus-Infektionen hat das LAGuS ca. 8.800 Fälle anderer Infektionskrankheiten an das Robert Koch-Institut gemeldet.
  • Im Labor gab es neben den SARS-CoV-2-Analysen fast 23.500 Untersuchungen auf andere Infektionskrankheiten (u. a. auf Tuberkulose, HIV, Syphilis; Masern etc.).
  • 638 Approbationen wurden erteilt, 87 davon an Ärztinnen und Ärzte, die ihren Abschluss nicht in Deutschland gemacht haben.
  • Das LAGuS überwacht die Einhaltung der Hygienevorschriften in allen stationären medizinischen Einrichtungen in MV. Die Behörde ist außerdem in MV für die Apothekenaufsicht zuständig.
  • Im Bereich Arbeitsschutz gab es 599 anlassbezogene Betriebskontrollen und fast 1.377 schwerpunkt- und risikoorientierte Betriebsbesichtigungen sowie 610 Baustellen-Überprüfungen. Es gab 83 Mitteilungen zu besonders schweren Arbeitsunfällen. Sieben Beschäftigte und fünf selbstständig Tätige sind bei der Arbeit tödlich verunglückt. In sechs Fällen handelt es sich um tödliche Wegeunfälle.