Änderungen in Lagebericht und Stufenkarte

09.12.2021  | LAGuS  | LAGuS

Von heute an gibt es Änderungen im Lagebericht und in der risikogewichteten Stufenkarte des LAGuS.

1. Bislang wurden zur Beschreibung der Situation auf den Intensivstationen (ITS) die sogenannten DIVI-Daten genutzt, bereitgestellt von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Hier wurde gezeigt, wie viele aller Betten der Intensivstationen durch COVID-Patienten belegt sind.

Ab sofort wird dargestellt, wie es um die Auslastung genau der ITS-Betten bestellt ist, die für schwer an COVID-19 erkrankte Personen bereitstehen (Auslastung der COVID-ITS-Betten). Damit ändern sich auch die Schwellenwerte in der risikogewichteten Stufenkarte. Warnstufe Rot ist erreicht, wenn mehr als 80 Prozent der ITS-Betten für COVID-19-Erkrankte belegt sind (früher: 15 Prozent aller Betten auf ITS).

Datenquelle wird IVENA sein (www.ivena.de). Die Daten werden wie bisher vom Gesundheitsministerium MV zur Verfügung gestellt. Mit der Umstellung ist verbunden, dass die Angabe „Fälle im Krankenhaus gesamt“ tagesaktuell ausgewiesen wird (zuvor waren es die Daten vom Vortag).

2. Gleichzeitig wird die Darstellung in der risikogewichteten Stufenkarte erweitert und optimiert. Auf der neuen Seite 3 der Stufenkarte geben ab sofort zwei Balkendiagramme Auskunft über die Belastung der Krankenhäuser in MV, und zwar für jede der vier Regionen (Cluster), die in unserem Bundesland gebildet wurden, um die Versorgung der COVID-Erkrankten sicherzustellen. Dabei wird die Belegung der Normalstationen und der ITS-Bereiche durch COVID-Patienten dargestellt.

3. Verzichtet wird derzeit im Lagebericht bis auf Weiteres auf die Angabe der Inzidenzen getrennt nach geimpften und ungeimpften Personen. Durch die extrem gestiegene Anzahl an Infektionen wird es für die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte immer schwieriger, alle Meldedaten tagesaktuell zu übermitteln. Deshalb können verschiedene Parameter oft nicht zeitnah gemeldet werden. So kommt es derzeit häufig und umfangreich zu Nachmeldungen, verteilt über mehrere Tage. Dies betrifft auch die Angabe zum Impfschutz. Um daraus resultierende unvollständige Darstellungen zu vermeiden, wird auf diese Angabe erst einmal verzichtet. Dieses Problem tritt in allen Bundesländern auf. Die Gesundheitsbehörden der Bundesländer beraten gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut am Dienstag kommender Woche dazu und suchen nach einer gemeinsamen Lösung.