6. Arbeitsschutztag für Mecklenburg-Vorpommern

29.04.2026  | LAGuS  | LAGuS

In Güstrow fand am Dienstag der 6. Arbeitsschutztag für Mecklenburg-Vorpommern statt. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Frage, wie es gelingen kann, Arbeitsschutz gleichermaßen strategisch, systematisch und effektiv im Betrieb oder in der Behörde zu organisieren. Über 220 Fachleute kamen zu dieser vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) organisierten Fachtagung in die Fachhochschule Güstrow.

Eröffnet wurde der Arbeitsschutztag von der Staatssekretärin für Soziales, Gesundheit und Sport MV Sylvia Grimm. „Unternehmen, die Arbeitsschutz als selbstverständliche Managementaufgabe verstehen und für die Gesundheit ihrer Beschäftigten vorsorgen, profitieren von zufriedenen und leistungsfähigen Beschäftigten, sind zugleich für Fachkräfte ein attraktiver Arbeitgeber und haben weniger Kosten durch niedrige Krankenstände sowie weniger Fluktuation.“, sagte Grimm und bekräftigte damit die Rolle des betrieblichen Arbeitsschutzes im Wettbewerb um Fachkräfte.

„Die große Resonanz auf den Arbeitsschutztag, der bereits zum sechsten Mal stattfand, zeigt: Unternehmen unterschiedlicher Größe schätzen das Angebot kompakter Informationen zu aktuellen Arbeitsschutzthemen sowie den direkten Austausch mit Expertinnen und Experten vor Ort“, sagt Antje Kruse, Abteilungsleiterin Arbeitsschutz des LAGuS. Viele Gäste nahmen bereits zum wiederholten Mal am Arbeitsschutztag teil, den das LAGuS im Jahr 2015 ins Leben gerufen hat. Eine besondere fachliche Würdigung erhält die Fachtagung, durch die Anerkennung von Fortbildungspunkten sowohl vom Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI) als auch der Ärztekammer M-V.

Auf großes Interesse stießen die Workshops zu unterschiedlichen Themen wie die „Gefahrstofflagerung“ oder der „Pflichtenübertragung im Arbeitsschutz“ und die „Vorausschauende Gefährdungsbeurteilung bei der Arbeitsstättengestaltung“. „Die große Nachfrage nach den Workshops bestätigt unsere Erfahrung: Schneller, korrekter und kompakter als auf dem Arbeitsschutztag lässt sich aktuelles Wissen nicht dahin transportieren, wo es hingehört – direkt in die Betriebe“, machte Antje Kruse deutlich.

Vorgestellt wurden in Fachvorträgen auch die Vermeidung von Absturzunfällen und die präventive Gestaltung von Interaktionsarbeit. Im Jahr 2025 wurden dem LAGuS 70 besonders schwere und tödliche Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern angezeigt. Durch die Arbeitsschutzbehörde des Landes wurden 33 davon umgehend vor Ort untersucht. Im Baugewerbe waren 14 Unfälle mit 11 besonders schwer und 3 tödlich Verletzten zu verzeichnen.

Erfahrungen aus der Praxis, stets interessanter Höhepunkt auf den Veranstaltungen, präsentieren diesmal AQU GmbH im Auftrag der Liebherr –Rostock GmbH sowie die Optimal Media GmbH aus Röbel.

Organisiert wurde der 6. Arbeitsschutztag für Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow vom Landesamt für Gesundheit und Soziales M-V. Insgesamt 220 Teilnehmerinnen und Teilnehmer widmeten sich dem Themenfeld Arbeitsschutz in ihrem Berufsalltag. Neben den Referenten waren unter anderem auch die Berufsgenossenschaften und die Unfallkasse MV mit ihren Ausstellungsständen vor Ort.

2028 soll es die siebte Auflage des Arbeitsschutztages geben.